Trauerhilfe Ingolstadt: was passiert, wenn Sie bei uns anrufen
„Trauerhilfe Ingolstadt“ klingt nach einem Angebot mit Öffnungszeiten und Anmeldeformular. So arbeiten wir nicht. Bei uns fängt es damit an, dass Sie zum Telefon greifen, oft nachts, oft ohne zu wissen, was Sie eigentlich sagen sollen. Wir hören zu. Danach sortieren wir mit Ihnen, was in den nächsten Tagen tatsächlich getan werden muss und was warten kann.
Die ersten Tage sind zu einem großen Teil Handwerk
Ein Todesfall bringt viel Papier mit sich: Sterbeurkunde, Abmeldungen, Anzeigen, Termine mit dem Friedhof, Fragen an Rentenversicherung und Krankenkasse. Das übernehmen wir, weil wir den Ablauf kennen und Sie in dieser Woche anderes im Kopf haben. Sie müssen nichts vorbereiten, bevor Sie uns anrufen, auch keine Unterlagen. Die suchen wir gemeinsam zusammen.
Parallel dazu entscheiden Sie Dinge, die sich später nicht mehr ändern lassen. Erdbestattung oder Feuerbestattung. Offener Sarg oder nicht. Wer spricht, welche Musik läuft, wer eingeladen wird. Bei jeder dieser Fragen sagen wir Ihnen, was sie praktisch bedeutet, auch wenn die Antwort unbequem ist. Niemand soll vier Wochen später merken, dass ihm etwas verschwiegen wurde.
Was wir können und was nicht
Wir sind Bestatter, keine Therapeuten. Wir können den Abschied so einrichten, dass er zu dem Menschen passt, um den es geht. Wir können zuhören, auch länger, als in einen Termin passt. Was wir nicht können: Trauer abkürzen. Wer Ihnen das verspricht, verkauft Ihnen etwas.
Für die Zeit nach der Beisetzung arbeiten wir mit Melanie Tebart zusammen, freie Mitarbeiterin für Trauerbegleitung. Wenn jemand mehr Unterstützung im Trauerfall braucht, als wir leisten können, sagen wir das offen und helfen bei der Suche nach der passenden Stelle.
Vier Wege, die wir mit Ihnen gehen
Die Trauerrede. Alwin Pfaff hält die Reden selbst. Vorher setzt er sich mit Ihnen hin und fragt nach dem Menschen, nicht nur nach Daten.
Persönliche Abschiednahme. Den Verstorbenen noch einmal sehen, allein oder zu mehreren, im Abschiedsraum oder zu Hause.
Unser Abschiedsraum. Ein eigener Raum in der Asamstraße 16, mit eigenem Zugang, ohne Uhr an der Wand.
Trauerbegleitung und Nachsorge. Für die Wochen, in denen bei allen anderen der Alltag wieder losgeht und bei Ihnen nicht.
Sie müssen sich nicht für alles entscheiden. Manche Familien nehmen einen dieser Wege, manche keinen. Beides ist in Ordnung.
Ich habe früher gedacht, meine Aufgabe sei es, Angehörigen möglichst viel abzunehmen. Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Manche Menschen wollen den Sarg selbst tragen, den Text selbst schreiben, die Blumen selbst binden, und wenn ich ihnen das abnehme, nehme ich ihnen auch etwas weg. Ich frage deshalb heute öfter nach, statt gleich zu machen. Nicht immer treffe ich damit ins Schwarze. Aber ich habe lieber einmal zu viel gefragt als einmal zu wenig.
Wir sind rund um die Uhr erreichbar
Ein Todesfall hält sich nicht an Bürozeiten. Sie erreichen uns Tag und Nacht, auch an Wochenenden und Feiertagen, unter 0841 97 53 23. Es macht nichts, wenn Sie noch nicht wissen, was Sie fragen wollen. Rufen Sie an, den Rest klären wir.
Unser Haus gibt es seit 1996, gegründet von Joachim Männer. Seit 2007 führt Alwin Pfaff das Institut. Sie finden uns in der Münchener Straße 145 in Ingolstadt, außerdem in der Fauststraße 57a in Ingolstadt und in der Grundstraße 3 in Manching. Wir arbeiten konfessionsunabhängig.
